Raum 5: Kirche und Schule

Stützpfeiler nationaler Identität bei Sachsen und Landlern in Siebenbürgen Bei ihrer Einwanderung im 18. Jhdt. fanden die Landler bei den Sachsen eine stark von religiösen Traditionen geprägte Sozialordnung vor (Nachbarschaft, Bruder- und Schwesternschaft), die mit dem Ortspfarramt verbunden war. Ein Hauptaugenmerk der Kirche galt daher der ihr unterstellten Schule. Bis in die Mitte des 18. […]

Raum 4: Handwerk, Acker- und Weinbau

Während die Männer als Bauhandwerker – Zimmerer und Maurer – im ganzen südsiebenbürgischen Raum gefordert waren, ging die Feldarbeit überwiegend zu Lasten der Frauen. Angebaut wurden Brotgetreide und Kukuruz (Mais), Kartoffeln und später auch Zucker- und Futterrüben, Hanf und Flachs. Zum Viehbestand zählten Wasserbüffel und Rinder, Pferde und Schweine. Milch- und Blumenhandel war in Hermannstadt […]

Raum 3: Im „Stüwö“

Hanf- und Flachsverarbeitung Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts galt die Leinwandherstellung als eine bedeutende Tätigkeit landlerischer Hauswirtschaft. Das Weben gehörte in der autarken bäuerlichen Dorfkultur zu den allerersten Notwendigkeiten. Das Selbstgewebte deckte im bäuerlichen Haushalt den Bedarf an Kleidungsstücken für Mann und Frau im Alltag (Hemden, Hosen, Unterhosen, Schürzen und Röcke), an Ziertextilien für […]

Raum 2: Die „Gute Stube“

Die Anordnung der Möbel im Raum folgte festen Regeln. In der vorderen Zimmerecke zum Hof hin befand sich der Tisch, meistens ein Rumpftisch, gegenüber das hohe Bett mit den aufgestapelten Paradekissen. Eine Lehnbank oder zwei Stühle standen davor. Ein zweites ausziehbares Bett schloss an das Paradebett an, oder ein Schubladenkasten, der das Kirchengewand enthielt. Die […]

Raum 1: Geschichte

Transmigration = Deportation 1731 und 1732 Protestantenverfolgung und –austreibung aus dem Salzburgischen durch Fürsterzbischof Firmian; Unruhen in allen österreichischen Erbländern, Bekenntnis der bis dahin heimlichen Protestanten zum Luthertum. 1733 Verbot der freien Auswanderung aus Gründen der Staatsraison. 1734 Stellung der Kryptoprotestanten unter den Status Irrgläubiger und Sektierer als politische Rechtfertigung für die beginnende gewaltsam durchgeführte […]